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Sturmzone

Die Rose war wundgepeitscht vom Wind
Weil er tagein tagaus verlangend an ihr zerrte
Ein warmer Lichtstrahl, der Sonne liebstes Kind
Der sie sanft wiegend auch im Dunkel nährte

Rose

Als nun schon der Winter nahte bald
Flockte der Schnee hinunter in seiner Pracht
Und bedeckte die Rose mit seiner Last
Als unverwunden gedunkelt war die Nacht
Langsam verwelkte sie gen Herbst
Verlor anbei nun alle ihre Blätter
Und obwohl der Wind sie so schmerzt
Trotzt sie nackt und stark dem kargen Wetter

 

Und als endlich der Frühling seine Arme reckte
Der Sonne warme Strahlen das Erstarrte tauen ließ
Erbost peitschte der Wind, weil sie alles Tote weckte
Während eine frische Knospe mutig aus der Rose stieß

© Stürmchen

Unterm Schnee dort friert sie still
Harrt ihrem Weh mit gebrochnen Ästen
Und wartet ängstlich auf den Frühling
Mit fruchtbaren Winden aus dem Westen